Pflanzliche Mahlzeiten

Wieso wir uns dazu entschieden haben, die erste vegane Kita der Schweiz zu werden

Mit dem Gedanken an Nachhaltigkeit und Respekt vor den Bedürfnissen aller fühlenden Lebewesen ist eine Ernährungsform die Tierprodukte beinhaltet nicht vereinbar. Auch in Bio-Haltung werden die grundlegendsten Bedürfnisse der Tiere nicht geachtet und aus Umweltschutz-Gesichtspunkten ist eine Ernährung mit Tierprodukten mit Nachhaltigkeit nur schwer in Einklang zu bringen.

Außerdem bietet veganes Essen die Möglichkeit, Kindern verschiedenster Weltanschauungen das gleiche Essen anzubieten, ohne dass jemand Außenseiter sein muss. Veganes Essen kann von Kindern aller großen Weltreligionen gegessen werden, ob sie jüdischen, muslimischen, buddhistischen, christlichen oder hinduistischen Glaubens sind, ob sie sich ansonsten vegetarisch, vegan oder mit Mischkost ernähren. Es ist der kleinste gemeinsame Nenner.

Zuletzt essen die Schweizer im Durchschnitt viel zu wenig Obst, Gemüse und Ballaststoffe, so dass insbesondere für Kinder, die zuhause die übliche Mischkost essen, ein veganes Mittagessen vereinfacht, die empfohlenen Höchstmengen für Tierprodukte einzuhalten.

Für Kinder, die zuhause vegan leben, bietet die Kinderkrippe die Möglichkeit, gesunde ausgewogene Mittagsmahlzeiten zu erhalten, die reich an den üblicherweise bei veganer Ernährung weniger vorhandenen Nährstoffen sind. Die Alternative wäre für diese Kinder, in einer anderen Einrichtung mitgebrachtes Essen, von nicht speziell ausgebildeten Köchen oder Caterern zur Verfügung gestellte Spezialmahlzeiten oder häufig einfach die Beilagen zu bekommen.

Unabhängig von der Ernährung zuhause trägt die vollwertige Bio-Mittagsmahlzeit in der Kinderkrippe also zu einer gesunden Ernährung bei.


Zusammengefasst ergeben sich für uns also folgende Gründe, wieso vegane Mahlzeiten in unserer Kinderkrippe sinnvoll sind:


  • Inklusiv: Alle Kinder können unabhängig von ihrem Glauben (dem Glauben ihrer Eltern) gemeinsam das Gleiche essen, Anzahl der Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf die Rücksicht genommen werden muss, sinkt

  • Empfehlungen des BLV: Laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit wird in der Schweiz 3x so viel Fleisch gegessen als empfohlen wird. Ein veganer Kindergarten ist somit näher an den Richtlinien als die meisten anderen Kindergärten. Da meist zu wenig Obst und Gemüse und zu viel verarbeitetes Fleisch angeboten wird (siehe auch Studie der Bertelsmann Stiftung).

  • Ökologisch: Vegane Ernährung schneidet bei der CO2 Emission am besten ab

  • Einfluss auf die Gesamternährung ist begrenzt: bei fünf ganzen Tagen Betreuung sind es nur 5 von 21 Hauptmahlzeiten in der Woche


Ausserdem werden vegane Kinder sonst in anderen Einrichtungen versorgt und bekommen unter Umständen minderwertige Gerichte (Beilagen etc.)


Herzlichen Dank an die Erdlinge e.V München, fürs zur Verfügung stellen dieser Zusammenfassung.